Interessante Waldgebiete in Mecklenburg-Vorpommern

Teil 1 von 6


Pilze suchen an der Ostsee. Waldgebiete in Mecklenburg-Vorpommern.

10.02.2018 - Lesezeit ca. 12 min.

Pilze suchen wir überall und ebenso findet man auch überall Pilze. Es gibt aber einige Ecken, die besuchen wir relativ oft und gerne. Einige Gebiete werden hier vorstellt und in Zukunft folgen natürlich noch die Bilder zu den Gebieten. Wer mal in der Gegend ist und gerne gemeinsam losziehen möchte, dann einfach im Vorfeld eine E-Mail schreiben und vielleicht bekommt man es zeitlich hin.

 

Der Haushaltforst

Es handelt sich um ein dreiteiligen thermophilen Wald, zwischen Wismar und Schwerin. Der Baumbestand wird von Buchen, Eichen und Hainbuchen dominiert, auf überwiegend schwerem, lehmigen und teils kalkhaltigem Boden. Von dem ehemals großen zusammenhängenden Waldgebiet sind heute durch Landwirtschaft, Forst und Straßen nur noch 3 kleinere Wälder übrig. Ein Teil bei der Ortschaft Bad Kleinen, einer zwischen Lübstorf und dem Schloss Wiligrad am Schweriner See und der Dritte zwischen den Dörfern Alt Meteln und Zickhusen. Voraussetzung für diese Wälder sind Regen und davon reichlich. Im Frühling und Sommer muss es schon ausgiebig regnen, damit hier was passiert. Wenn es aber so kommt, dann speichert der lehmhaltige Boden die Feuchtigkeit sehr lange und man kann hier auch im Hochsommer, bei langer Trockenheit fündig werden. In dem Teilgebiet am Schweriner See beginnt die Pilzsaison schon im Frühling mit den >>> Morcheln <<< Bei schönem Wetter den wunderbaren Blick über den See genießen und nebenbei hier, und da eine Morchel in den Korb legen. Was will man mehr? Aber auch seltene Fingerhut-Verpeln und der in Mecklenburg-Vorpommern sehr seltene Kronenbecherling (Sarcosphaera coronaria) scheinen sich an den Steilhängen zum Seeufer wohlzufühlen. In den anderen Laubwäldern, wurden ab den Frühsommer, neben den bekannten Speisepilzen auch schon recht seltene Pilzarten gefunden, wie der Schwarzhütige Steinpilz, Schmarotzer-Röhrling, Anhängsel-Röhrling, Milch-Brätling, Satansröhrling, der fahle Röhrling, gelbporige Raufußröhrling, Eichhase, Schönfuß-Röhrling, Herkuleskeule, Strubbelkopf-Röhrling, Hainbuchen-Raufußröhrling und grüngefelderte Täublinge. Es lohnt sich fast immer in diesem Wald, nicht nur für Speisepilzsammler, auch für Freunde von Schlauchpilzen und seltenen Arten.

 

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