Interessante Waldgebiete in Mecklenburg-Vorpommern

Teil 3 - Kiefernwald bei Jesendorf


Ein Nadelforst in Nordwest-Mecklenburg, ca. 20 Kilometer südöstlich von der Hansestadt Wismar entfernt. Der angrenzende Wald in Richtung Tarzow, ist geprägt von Kiefern auf sandigem Boden. Es gibt auch einige kleine Fichtenparzellen und um den Tarzower See herum ergänzen auch Buchen, Birken, Eichen und Weiden die Gehölzliste. Die allgemeine Artenvielfalt in diesem Gebiet würde ich, abgesehen von den Frühlingsmonaten als eher dürftig bezeichnen. Zumindest für die Speisepilz-Sammler. Wenn aber ab Mitte März, die Schneeschmelze beginnt und der erste Huflattich gelb an den Waldwegen blüht, ist es in diesem Wald durchaus interessant. Die Lorcheln mögen diese sandigen Kiesböden sehr gerne, aber auch die Spitz-Morchel mag diese und mit etwas Glück kann man sie hier auch finden. Zuerst erscheinen ab Mitte März die knallroten Österreichischen Prachtbecherlinge und Scheibenlorcheln an alten Kiefern- und Fichtenstubben, etwas später wachsen die Frühjahrslorcheln und die schwarzweißen Becherlorcheln (Helvella leucomelaena) entlang der Waldwege. Ab dem Spätsommer folgen vereinzelt Exemplare der elastischen Lorchel (Helvella elastica), der seltene Nadelwald-Öhrling, in den Grasnarben oder auf Moospolstern wächst der kleine Nesterdstern und 2017 wurde bei einer gemeinsamen Pilzexkursion mit Torsten Richter aus Rehna und Chris Engelhardt aus Lübeck Pseudombrophila petrakii und Peziza moravecii nachgewiesen.

 

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