Wellige Wurzellorchel

Rhizina undulata - Fr. 1815


Lorchel an Kiefer, Rhizina undulata, Wellige Wurzellorchel bei Ostsee Pilze.

 

Makroskopische Beschreibung:

Die Fruchtkörper, der selten gewordenen Welligen Wurzellorchel sind stiellos und werden bis zu 10 cm im Durchmesser, sie sind flach bis kissenförmig, auf den Boden hohl aufliegend, wellig, faltig, buckelig, mehrere Fruchtkörper können zusammenfließen und eine größere Fläche bedecken, kastanienbraun bis schwarzbraun, junge Fruchtkörper weisen einen weißlichen Rand auf, die Oberfläche ist glatt, matt bis glänzend, Unterseite ist ockerlich bis gelb mit auffallenden, gegabelten, wurzelartigen Auswüchsen. Fleisch brüchig, schwammig, hellbräunlich, alt zäh, gesellig wachsend. Früher war dieser Pilz sehr häufig, zum Ärgernis der Forstbetreiber. Sie  gilt als schädlich, da sie auch gesundes Holz befallen kann. Da heutzutage durch die Forst kein Feuer mehr in den Wäldern gelegt wird und kaum noch natürliche Waldbrände gibt, wird die Wurzellorchel immer seltener werden.

 

Syn.: Helvella undulata - Schaeff. 1774

 

Hab.: Sapr. Nadelwälder, Kahlschlägen, unter jungen Fichten, auf Moos, gerne auf oder neben alten Brandstellen. Auf den Brandstellen muss sich schon eine dicke Moosschicht gebildet haben. Solche besagten Brandstellen können auch für Suche anderer Arten sehr interessant sein.

 

Frukt.: April bis Oktober

 

Vork.: In der Vergangenheit war die Wellige Wurzellorchel in Deutschland recht häufig, mittlerweile selten bis sehr selten geworden. In Mecklenburg soll sie zerstreut bis selten zu finden sein. Ich konnte sie nach intensiver Suche leider bis heute nicht finden. Deswegen würde ich sie persönlich für die Region Nordwest-Mecklenburg schon als selten einstufen. 


 

Zurück zur Lorchel-Übersicht.