Peziza emileia - Cooke 1879


Gelblicher Becherling, Peziza emileia bei Ostsee Pilze Online

 

Beschreibung makroskopisch:

Fruchtkörper 2,5 bis 10 cm, erst tief becherförmig, später weit ausgebreitet, mit einem gewellten Rand. Die Außenseite ist weißlich, Creme oder gelblich, kleiig mit einer leichten Körnigkeit. Die Innenfläche mit hellpurpurnem bis hin zu einem gelblichen Farbton, im Alter dunkler violett-braun werdend. Das Fruchtfleisch ist dünn und brüchig. Der Becherrand war bei allen meiner gefundenen Exemplaren, fein gezähnelt. Darüber konnte ich bisher nichts lesen oder in Erfahrung bringen, daher kann ich dies nicht als arttypisch bezeichnen. Geruch frisch, angenehm.

 

Beschreibung mikroskopisch:

Sporen elliptisch mit zwei Öltropfen, mit gleichmäßigen rundlichen Warzen, 8-11 x 16-22. Die Paraphysen sind gerade ohne Inhalt.

 

Fundort:

Auf der Kante einer kleinen Steilküste in der Wismarer Bucht. Auf Lehm- Mergelboden, neben einem Wanderweg, der letztes Jahr frisch geschottert wurde.

 

Begleitvegetation:

Impatiens glandulifera, Pinus nigra und Populus.

 

Funddaten:

04.07.2017 Wismar, MTB: 2034/34

 

Anmerkung:

Peziza emileia und Peziza howsei sind morphologisch sehr ähnlich, aber durch Sequenzierung handelt es sich eindeutig um zwei Arten. In einer Studie von 2014 wurden beide Arten ausgiebig behandelt. Die Sporen von Peziza howsei besitzten gröbere Warzen und die Paraphysen sind mit Inhalt gefüllt. Die markroskopisch ähnliche Peziza lividula ist deutlich und auffallend körnig an den Paraphysen und die Sporen sind fast einzigartig, an dem sich das Ornament an den Polen verdichtet. Beide Arten kann ich sicher ausschließen und es ist gut möglich das es noch weitere ähnliche Arten gibt, die man in Betracht ziehen könnte oder müsste. Nach dem Schlüssel von Hohmeyer und nach intensiver Recherche passt alles sehr gut zu Peziza emileia.

 

Gelblicher Becherling, Peziza emileia auf Lehmboden.
Gelblicher Becherling, Peziza emileia, seltener Pilz.

 

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