Morcheln / Teil I

Speise-Morchel vs. Gift-Lorchel


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Die wichtige Frage zu den Unterschieden ist im Grunde schnell beantwortet, aber dennoch wichtig. Lorcheln der Gattung Gyromitra enthalten, wie der Name es schon erahnen lässt, das leber- und nierenschädigende Gift Gyromitrin. Ich beziehe mich mal auf die klassische Verwechslungsmöglichkeit der giftigen Frühjahrslorchel und der Speisemorchel.

 

Speisemorchel - Morchella esculenta

  • Hut: wabenartig, hohl
  • Stiel: beige, weißlich, hohl
  • Farbe: beige, gelblich
  • Boden: kalkhaltig
  • Geruch: aromatisch, pilzig
  • Habitat: Auwälder, Bachtäler, Seeufer, Wiesen

 

Giftige Lorchel - Gyromitra esculenta

  • Hut: hirnartig gewunden, nicht vollständig hohl
  • Stiel: weißlich, hohl
  • Farbe: bräunlich, rötlich-braun
  • Boden: sauer
  • Geruch: frisch, würzig
  • Habitat: bei Kiefern oder Fichten, sandige Böden

Links die Morchel mit hellen, warmen Gelbtönen und der wabenartigen Struktur und rechts die Frühjahrslorcheln mit ihren rotbräunlichen Farbtönen und ihren hirnartigen Windungen. Achtet man nun auch noch auf die Umgebung des Pilzes, ist eine Verwechslung kaum noch möglich. Vorsicht auf Rindenmulch, dort können Morcheln und Lorcheln wachsen. Die Morcheln von öffentlichen Mulchflächen würde ich persönlich nicht essen (Hund und Katzen). Mehr über Morcheln auf Rindenmulch gibt es im weiter unten verlinkten Text. Es lohnt sich aber trotzdem, im Frühling auf solchen Plätzen die Augen aufzuhalten. Denn solche Plätze sind oft wärmebegünstigter, weil meistens keine Bäume in der Nähe stehen, die die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres vom Boden fernhalten. Sprich, wenn da die ersten Morcheln wachsen, geht es in den Auwäldern ein bis zwei Wochen später auch los. Bei Fragen, fragt einen Pilzsachverständigen in Eurer Gegend, manchmal bieten diese sogar geführte Pilzwanderungen an.

 

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