Graue Langfuss Lorchel

Helvella macropus - (Pers.) P. Karst. 1871


Helvella macropus, bulbosa, Graue Langfuss Lorchel, Pokallorchel, filziger Pilz.

 

Makroskopische Beschreibung:

Die Pokal ähnlich aussehenden Lorcheln werden ca. 8 cm groß, im Vergleich zur sehr ähnlichen Helvella villosa deutlich größer. Der Kopfteil ist schüsselförmig und faltet sie sich mit zunehmenden Alter rasch flach aus, die Fruchtschicht ist glatt, hellgrau bis graubraun. Die Außenseite und der Rand sind etwas heller und deutlich haarig, filzig und wirken wie kleine Haarbüschel, Stiel fein filzig, im Vergleich deutlich dunkler, zu dem etwas zylindrisch und wird zu Basis hin etwas dicker. Oft einzeln wachsend. Im Wald, wenn sie sich durch die dicke Laubschicht drücken müssen, können sie deutlich größer werden.

 

Hab.: In feuchten Laubwäldern, Erlenbrüchen, Kiefernforsten, in ehemaligen Tongruben. Auf Sand-, Ton- und Moorböden, auch auf und bei alten Maulwurfshügeln.

 

Frukt.: (Juni) Juli - Oktober (Nov.)

 

Vork.: Zerstreut, in ganz Deutschland.

 

Syn.: Helvella bulbosa

 

Einträge in Roten Listen:

Rote Liste - Rheinland-Pfalz: Status 3 - gefährdet

Rote Liste - Hessen: Status D - Daten zu lückenhaft

Rote Liste - Tschechische Republik: Status 3 - gefährdet

 

Mikroskopische Beschreibung:

 

Asci achtsporig, 220 - 350 x 15 - 20 µm, J -.

 

Paraphysen zylindrisch, an der Spitze 9 - 12 (17) µm verdickt.

 

Sporen hyalin, spindelig-elliptisch, meistens fein punktiert, seltener glatt, mit 1 großen und meist 1 - 2 kleineren Tropfen an jedem Ende, (19,5) 20 - 27 (31) x (9,5) 10 - 12 µm, jung mit groben, rundlichen Warzen.

 


 

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