Grauweiße Lorchel

Helvella latispora - Boud. 1898


Helvella latispora, Grauweiße Lorchel bei Ostsee Pilze.

 

Makroskopische Beschreibung:

Gesamthöhe der Fruchtkörper um 6 cm. Jung zusammengedrückt-becherförmig, später sattelförmig verdreht, bis dreilappig verdreht gesattelt. Zum Schluss zwei bis dreiohriglappig verdreht. Oft auch unregelmäßig verwachsene Formen, weißlich, rahmfarben bis blaßocker. Trockene Fruchtkörper werden graubräunlich bis zimtfarben. Rand stehts eingerollt, jung sehr stark. Auch im Alter niemals völlig verflachend. Außenseite im frischen Zustand weißlich - trocken hellbraunblaß bis ockergelb, fein behaart, filzig, am Rand besonders fein zottig (durch die Lupe sichtbar). Der Stiel ist röhrig hohl bis wattiert gekammert, rundsäulig bis zusammengedrückt, häufig schwach gefurcht, trocken oft rillig in ganzer Länge, Basis ist grubig, weiß und fein behaart (Lupe) mit dem bloßen Auge glatt wirkend. Im trockenen Zustand auch verfärbend wie die Außenseite. In der Regel aber etwas mehr. Unter der Lupe ist ein deutlicher weißer Haarfilz auf ockergelben Grund zu erkennen. Einzeln bis gesellig wachsend.

 

Syn.: Helvella stevensii - Peck. 1094

 

Hab.: in Buchenwäldern, sumpfige oder geschotterte Stellen, auf lehmiger und torfiger Erde. Laubbäume, unter Hasel oder Ziersträucher wie Rhododendron.

 

Frukt.: Spätsommer / Herbst. Ende September bis Ende Oktober.

 

Vork.: In Deutschland fast Flächendeckend selten. In Mecklenburg-Vorpommern sehr selten oder falsch bestimmt und unter Helvella elastica abgeheftet. Es gab bisher nur einen Fund aus dem Jahr 1994, südlich von der Hansestadt Rostock, bei der Ortschaft Güstrow.

 

Einträge in Roten Listen:

Rote Liste - Schleswig-Holstein: Status 2 - stark gefährdet

Rote Liste - Sachsen: zu wenige Informationen - sehr selten

Rote Liste - Nordrhein-Westfalen: Status 2 - stark gefährdet

Rote Liste - Niedersachsen: Status 3 - gefährdet, im Flachland Status 2

 

Mikroskopische Beschreibung:

 

Sporen: 17,5-21,5 x 11-15

 


 

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