Elastische Lorchel

Helvella elastica - Bull. 1785


Helvella elastica im Moos, Elastische Lorchel bei Ostsee Pilze.

 

Makroskopische Beschreibung:

Die Elastische Lorchel kann recht groß werden, nicht selten sah ich Exemplare die bis zu 18 cm groß wurden. In der Regel werden sie 7 bis 10 cm. Der Kopfteil kann die unterschiedlichsten Formen annehmen. Sehr jung sind sie weißlich und schirmförmig, nachdem sie die Hutlappen runter klappen, wirken sie deutlich gesattelt und erinnert an die Weißgraue Lorchel (Helvella latispora), erst dann wächst der Stiel verhältnismäßig schnell und sie streckt sich in die Höhe. Im Alter entwickelt sich die typische Hutform ins unregelmäßige, und wirkt wie aufgeblasen. Zwei bis drei lappig, diese sind nie am Stiel angewachsen (Bild unten). Die Fruchtschicht ist glatt und wellig, grau bis bräunlich, die Unterseite kahl und heller. Der Stiel ist meistens hohl, glatt, zum Hut hin schlanker werdend, ohne deutliche Längsrippen, manchmal etwas grubig an der Stielbasis oder eingedellt. Sie können einzeln oder gesellig erscheinen. Nach meinen Beobachtungen wachsen sie in Laubwäldern eher einzeln und an geeigneten Stellen unter Kiefern oder Fichten, kann es manchmal auch ein Massenvorkommen von ihnen geben. Dieses muss aber nicht am gleichen Standort, für das Folgejahr zutreffen.

 

Synonym: Helvella albida - Schaeff. 1774

 

Verwechslung: Helvella latispora, Helvella albella, Helvella ephippium

 

Hab.: Sapr. auf Waldboden in Buchenwäldern, Fichten- und Kiefernforsten, Parkanlagen unter Linden, Vorgärten und Straßenrändern, Waldwegen, Nadelstreu, auf Sand-, Humus-, Lehmboden, auf Geschiebemergel der Grund- und Endmoräne, Dünen. kalkliebend.

 

Frukt.: Juli -  Mitte Oktober (November)

 

Vork.: In Deutschland zerstreut zu finden, in Mecklenburg-Vorpommern sehr zerstreut, aber unter den Lorcheln noch eine häufige Art.

 

Anmerkung:

Persönlich finde ich die elastische Lorchel nicht selten, so konnte ich sie in Mecklenburg-Vorpommern zwischen Juni und November regelmäßig finden. In reinen Laubwäldern, unter Fichten oder Kiefern, in Parkanlagen unter Linden oder auf dem Friedhof. In der Roten Liste wird diese Art als gefährdet eingestuft, aber Lorchelarten die wirklich selten sind (die schon nachgewiesen und mikroskopisch abgesichert wurden), werden überhaupt nicht erwähnt.

 

Kleine Helvella elastica, Elastische Lorchel bei www.lorcheln.de
0,4 cm kleiner Fruchtkörper.
Größenvergleich, Helvella elastica mit einer Münze, Elastische Lorchel.
Schon etwas größer.
Helvella elastica im Moos, Elastische Lorchel auf Rasen.
Junge Fruchtkörper schieben sie durch das Moos.
Helvella elastica im Moos, Elastische Lorchel bei Ostsee Pilze.
Knapp 3 cm groß und größer wurde sie auch nicht.
Helvella elastica auf Fichte, Elastische Lorchel.
Zierliches Exemplar, ca. 5 cm groß, auf bemoostem Fichtenstamm.
Helvella elastica, graue Lorchel bei Ostsee Pilze.
In einer dicken Laubschicht, mit 8 cm schon deutlich größer.
Helvella elastica im Moos, Elastische Lorchel bei Ostsee Pilze.
Mit stolzen 14 cm, unter Fichten.
Querschnitt der Helvella elastica, Elastische Lorchel bei Kiefern und Fichten.
Blick ins Innere. Hutlappen sind nie am Stiel angewachsen.
Sporen der Helvella elastica, Elastische Lorchel, Mikro-Merkmale
Bild von reifen freischwimmenden Sporen.

 

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