Weißliche Lorchel

Helvella albella - Quél. 1896


Weißliche Lorchel, Helvella albella, sehr seltener Pilz in Deutsschland.

 

Makroskopische Beschreibung:

Junge Fruchtkörper wirken gesattelt, bald lappig-gesattelt. Sie können eine Größe von bis 8 cm erreichen. Einzelne Lappen neigen dazu sich unregelmäßig zu wellen und zu verdrehen. Schmächtig, frei stehend, mit zwei kreisrunden Lappen herabgeschlagen oder auch dreifach gehörnt, Rücken an Rücken angelehnt, fein flockig. Braun bis rußbraun, beim trocknen schwarz werdend. Der Stiel ist glatt, säulig, etwas zylindrisch, selten auch schwach aufgeblasen, auffällig gebogen, völlig wattiert ausgestopft, schneeweiß, etwas knorpelig. wirkt leicht aufgeblasen.

   

Hab.: Sapr. unter Kiefern - Pinus-Sylvestris, kalkliebend, häufiger bei Fichten auf Kalk.

 

Frukt.: Spätsommer, August bis November.

 

Vork.: In ganz Deutschland selten. Aus Schleswig-Holstein & Sachsen Anhalt je ein Fund, aus Mecklenburg Vorpommern, bisher nur drei bestätigte Funde, auf Rügen 1957 & 1987 und bei Malchow 2004. Ansonsten in Berlin / Brandenburg, Baden-Württemberg und Bayern vereinzelte Funde. In allen anderen Bundesländern gibt es keine bestätigten Angaben.

 

Einträge in Roten Listen:

Rote Liste - Mecklenburg-Vorpommern: Status 1 - vom aussterben bedroht

Rote Liste - Schleswig-Holstein: Status R - seit jeher extrem selten

Rote Liste - Baden-Württemberg: Status 2 - gefährdet

Rote Liste - Bayern: Status R - seit jeher extrem selten

Rote Liste - Nordrhein-Westfalen: Status R - seit jeher extrem selten

Rote Liste - Rheinland-Pfalz: Status 0 - ausgestorben / verschollen

Rote Liste - Sachsen: Zu wenige Informationen vorhanden - selten


 

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