Riesenlorchel

Gyromitra gigas - (Krombh.) Cooke 1878


Lorchel April 2019, Gyromitra gigas, Riesenlorchel, Lorcheln bei Ostsee Pilze Online.

 

Beschreibung:

Die Riesenlorcheln können eine Größe von bis zu 30 cm erreichen. Der Hut ist unregelmäßig hirnartig gewunden, ähnlich der Frühjahrslorchel (G. esculenta) aber mit deutlich gröberen Windungen, tieferen Falten und in der Regel heller. Ihre Farbgebung reicht von hellen ocker- bis kastanienbraun, oft mit oliven Beiton. Der Stiel ist weißlich über ocker bis beige und kahl. Der gesamte Fruchtkörper ist hohl und das Fleisch brüchig, ohne besonderen Geschmack oder Geruch. Auch wenn man sie durch Größe und Farbe von der ähnlich aussehenden Frühjahrslorchel unterscheiden kann, ist eine sichere Abgrenzung nur mit einer mikroskopische Untersuchung der reifen Sporen möglich. Einzeln bis gesellig wachsend.

 

Syn.: Gyromitra montana und Gyromitra korfii.

 

Hab.: Auf der Erde, auf und neben vermoderten Pappel- und Weidenholz, in feuchten Laubmischwäldern, Pappel und Fichtenpflanzungen, auf Sand- und Lehmböden

 

Frukt.: April bis Mitte Mai

 

Vork.: Nicht häufig in ganz Deutschland. In Mecklenburg-Vorpommern sind bisher nur wenige Funde bekannt und daher wird sie in M-V als selten eingestuft. In Nordwest-Mecklenburg nur drei Eintragungen, 1999 Sternberger Seenlandschaft, 2009 im Forst Grevesmühlen und 2017 in den Redentiner Tannen bei Wismar, 07.04.2019 Wismar.

 

Einträge in Roten Listen:

Rote Liste - Bayern: Status V - Vorwarnliste

Rote Liste - Sachsen: Status 2 - stark gefährdet

Rote Liste - Hessen: Status R - sehr selten, Rarität

Rote Liste - Niedersachsen: Status 1 - vom aussterben bedroht

Rote Liste - Rheinland-Pfalz: Status 1 - vom aussterben bedroht

Rote Liste - Mecklenburg-Vorpommern: Status 2 - stark gefährdet

Rote Liste - Schleswig-Holstein: Status G - selten, Rückgang zu erwarten

 

Mikroskopische Beschreibung

 

Asci achtsporig, 280 - 300 x (18) 20 - 25 µm, J -.

 

Paraphysen zylindrisch, septiert und an der Basis verzweigt, Spitze bis 5 - 9 µm keulig verdickt.

 

Sporen elliptisch, hyalin, 23 - 28 x 10 - 12,5 µm (ohne Anhängsel), stumpfe Anhängsel 2 - 3,5 µm lang, Sporen sind reif fein warzig, Warzen sind teilweise netzartig verbunden, bisweilen zwei- bis dreitropfig.

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