Giftige Frühjahrslorchel

Gyromitra esculenta


Frühjahrslorchel, Gyromitra esculenta, giftige Lorchel, Doppelgänger von der Morchel. Neu 2019 Ostsee Pilze Online

 

Beschreibung Makro:

Die Frühjahrslorchel kennzeichnet sich durch ihre unregelmäßig, rundlichen, hirnartig geformten, rotbräunlich bis schwarzbräunlich gefärbten Hüte. Die Lorcheln können nicht selten eine Größe von bis zu 16 cm erreichen. Ihr Stiel ist kurz, ungefähr 1/3 der Huthöhe, weißlich, manchmal können sie auch violett überhaucht sein, kleiig und an der Stielbasis oft verdickt, deutlich gefurcht, hohl und gekammert. Der gesamte Fruchtkörper ist hohl (wenn auch manchmal zusammengedrückt) und sehr unregelmäßig verwachsen. Querschnitt der Giftlorchel, unten auf Bild 6. Das Fleisch ist brüchig, ohne besonderen Geschmack, den Geruch würde ich mit den von Morcheln vergleichen, neutral, leicht pilzig, frisch. Auch wenn der latainische Name "esculenta" soviel bedeutet wie "essbar", gilt dieser Pilz als schwer bis tödlich giftig! Gerade in den Osteuropäischen Ländern wird die Frühjahrslorchel immer noch von vielen Menschen gegessen und sorgt auch jedes Jahr wieder für Todesfälle nach dem Verzehr.

 

Verw.: Riesenlorchel (Gyromitra gigas) oder mit Morchel-Arten.

 

Hab.: Sapr. in natürlichen Kiefernwäldern, sowie im Kiefern- und Fichtenforst, auf Kahlschlägen, Deponien, seltener auch unter Laubbäumen, auf Sandböden, immer häufiger auch in Vorgärten auf Rindenmulch.

 

Frukt.: Ende Februar bis Anfang Mai. Meine persönlichen Funde aus Mecklenburg-Vorpommern liegen zwischen März und Ende April.

 

Vork.: Funde sind aus allen Bundesländern bekannt. In manchen Regionen Deutschlands aber selten. In Mecklenburg-Vorpommern ist sie die dritthäufigste Lorchelart die man finden kann, jedenfalls in den Regionen mit sandigen Kiefernwäldern. Nach meinen Beobachtungen der letzten Jahre, muss ich leider feststellen, dass es auch in unserer Region immer weniger werden. 

 

Einträge in Roten Listen:

Rote Liste - Hessen: Status 3 - gefährdet

Rote Liste - Nordrhein-Westfalen: Status 3 - gefährdet

 

Beschreibung Mikro:

 

Asci achtsporig, bis 350 x 16 - 25 µm, J -.

 

Paraphysen zylindrisch, verzweigt, an der Spitze bis 6 - 8 µm keulig verdickt.

 

Sporen glatt elliptisch, hyalin, ( 13 ) 16 - 21 x ( 7 ) 8 - 10 µm, meist mit 2 Tropfen.

 

Frühjahrslorchel, giftige Lorchel, Gyromitra esculenta, Ostsee Pilze
0,7 cm großer Fruchtkörper.
Frühjahrslorchel, giftige Lorchel, Gyromitra esculenta, Ostsee Pilze
1 cm großer Fruchtkörper.
Gyromitra esculenta, Frühjahrslorchel, giftige Lorchel im Frühling, keine Morchel. 14.03.2018
Größenvergleich Centstück.
Gyromitra esculenta, kleine Frühjahrslorcheln, giftige Lorcheln im Frühling, keine Morcheln. 14.03.2018
Kleines Lorchel-Trio.
Frühjahrslorchel, Gift Lorchel, Gyromitra esculenta, Ostsee Pilze
9 cm großer Fruchtkörper.
Querschnitt der Frühjahrslorchel, Gift-Lorchel, Gyromitra esculenta, Ostsee Pilze
Querschnitt am Fundort.
Sporen, Mikrobild, Frühjahrslorchel, Gift-Lorchel, Gyromitra esculenta, Hartmut Schubert
Sporen 1000x Vergrößerung.
Frühjahrslorchel, Gyromitra esculenta, giftige Lorchel, Doppelgänger Pilz von der Morchel.
Bild von der Frühjahrslorchel, Gyromitra esculenta, giftige Lorchel, Doppelgänger Pilz von der Morchel.

 

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