Schwarzhütiger Steinpilz - Bronze Röhrling

Boletus aereus - Bull. 1789


Schwarzer Steinpilz, Röhrling im Moos bei Ostsee Pilze.

 

Makroskopische Beschreibung:

Dieser wärmeliebende Dickröhrling der Gattung Boletus, kann eine ansehnliche Größe von bis zu 20 cm erreichen. Wie sein deutscher Name es schon erahnen lässt, ist der Hut von diesem Steinpilz dunkler als bei den anderen Steinpilzenarten, nämlich knackig dunkelbraun bis Schwarzbraun. Je nach Witterung kann die Huthaut feinsamtig, matt sein und bei Nässe noch dunkler wirkend und glänzend. Der Hutrand ist weißlich bereift, wie ein heller Streifen, wenn man ihn von der Seite und nicht von oben betrachtet. Die festen, eng stehenden Röhren sind weißlich und fest, im Alter können sie sich in einem hellen Gelbton verfärben. Der Stiel weist vor allem an der Spitze eine weiße bis braune Netzzeichnung auf, ist dick und massiv, zur Basis hin bauchig dicker werdend, keulig, hellbraun, Bronzefarben bis Braun. Das Fleisch ist schön fest, weiß und wird auch nach längerer Zeit nicht blau. Der Geruch ist deutlich angenehm pilzig und der Geschmack wird als aromatisch und sehr nussig beschrieben.

 

Verw.: Gallenröhrling oder mit dem Wurzelnden Bitterröhrling, eine Verwechslung wäre nicht gefährlich, aber wie bei jedem anderen Pilz gilt, im Zweifel stehen lassen. Andere Steinpilzarten sind ebenfalls alle essbar. Der Schwarzhütige Steinpilz sollte aber wegen seiner Seltenheit geschont werden und nicht zum Essen gesammelt werden.

 

Hab.: Der Bronze-Röhrling wächst auf etwas besseren, gehaltvollen Böden, Lehm- und Mergelböden, saure Böden werden nicht besiedelt, kalkhaltiger Boden ist vom Vorteil, aber nicht zwingend notwenig. In lichten Wäldern, Waldkanten, gerne in Parkanlagen oder auf Friedhöfen.

 

Frukt.: Wärme liebende Art, die in Deutschland von Juni bis September gefunden werden kann.

 

Vork.: Häufig im Mittelmeerraum. In Deutschland überall selten, obwohl es im Süden und in der Mitte des Landes deutlich mehr Fundnachweise gibt. In den letzten Jahren wird dieser Pilz aber immer häufiger in den nördlichen Bundesländern nachgewiesen. Persönlich konnte ich ihn fotografieren auf dem Wismarer Friedhof am 20.07.2016 und in Schwerin am 23.07.2017.

 

Einträge in Roten Listen:

Rote Liste - Deutschland: Status 2 - stark gefährdet

Rote Liste - Mecklenburg-Vorpommern: Status 1 - vom aussterben bedroht

 

Schwarzhütiger Steinpilz, Röhrling im Moos, Ostsee Pilze.

 

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